Lange habe ich mir überlegt, ob ich nicht mal einen Beitrag zur Beetplanung für euch machen soll. Wahrscheinlich wünschen sich das viele von euch aber nun kommt´s: So wie ich im Leben bin, so bin ich auch im Garten. Will heißen – eher wenig geplant und mittelmäßig gut strukturiert :-) Aber was soll ich sagen, bisher hat es ja immer ganz gut so geklappt *hihi*
Hand auf´s Herz: auch ein Garten Fräulein muss an sich arbeiten! Ehrlich gesagt wünsche ich mir nämlich schon lange, dass ich es endlich hinbekomme, noch im Spätsommer/Herbst reichlich Gemüse und andere Köstlichkeiten ernten zu können. Aber da meine Planung meist nur bis zur Tomatenernte reicht war das bisher eher mau.

Nun gut, dann will ich es also versuchen! Schließlich kann am Ende ja nur mein Garten schöner und meine Ernte üppiger werden. Helft ihr mir? Vielleicht habt ihr ja Tipps oder Ratschläge für mich. Ich zeige euch jetzt mal, wie ich an die Sache ran gehe.

Gartenbeet

Leckerschmecker: Angebaut wird bei mir nur, was mir auch schmeckt. Ist ja logisch oder? Deswegen überlege ich mir erstmal, was ich in diesem Jahr gerne aus dem eigenen Garten genießen möchte. Es gibt nämlich Gemüsesorten, da ist der Unterschied zum Supermarktregal einfach enorm. So wie bei Karotten, Tomaten oder Gurken. Bei Zwiebel, Lauch oder Sellerie dagegen macht es für mich keinen großen Unterschied. Danach entscheide ich also, was ins Beet soll. Da hinein fließt dann noch die Erfahrung aus den vergangen Jahren, denn nicht alles wird beim Garten Fräulein was :-) Eine allerletzte Chance bekommen die Puffbohnen, vielleicht schaffe ich es diesmal, sie vor den Läusen zu bewahren.

Herbst im Garten

Eine Platzfrage: Da mir nur zwei Beete  zur Verfügung stehen, und auch nur begrenzt Zeit zur Pflege ist, muss ich mir gut überlegen, was Vorrang hat und auf was ich keinesfalls verzichten kann.  Noch dazu ist hier die Planung wirklich Gold wert, denn sobald Radieschen oder Spinat abgeerntet sind ist wieder Platz für neue Pflänzchen – an die Stelle kommen dann bei mir z.B. die Tomaten. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, dass jeder freie Beetplatz gleich wieder besetzt wird. Zwischen die Erdbeeren, die schon seit letztem Jahr gepflanzt sind, habe ich bereits Knoblauchzehen gesetzt. Auf der Terrasse sind außerdem ein paar große Kübel, in denen Rosmarin, Salbei, Lavendel und Blumen ein zuhause haben.

Frühlingssalat

Saatgut-Vorrat checken: Mittlerweile habe ich schon einiges an Saatgut aus den vergangenen Jahren angesammelt. Aber keimt da wirklich noch alles? Hier ist eine Keimprobe nicht verkehrt. Dabei legt man z.B. 10 Samen auf ein feuchtes Küchentuch, deckt es mit Folie ab und schaut nach ein paar Tagen, ob die Mehrheit der Körner zu keimen beginnt. Wenn nein, dann besser mit frischem Saatgut ansäen.
Natürlich möchte ich auch mal wieder ein paar neue Sorte ausprobieren. Besonders begeistert bin ich zum Beispiel von der Idee des Open Source Saatguts. Außerdem gibt es so viele spannende Gemüsesorten – da habe ich mir doch glatt ein paar Tütchen an frischen Samen bei meinen Gartenkollegen den beetfreunden bestellt. Außerdem steht noch ein Saatgut-Festival an, bei dem ich auf Sorten hoffe, die hier in meiner Region besonders gut funktionieren.

Jungpflanzen vs. Vorziehen: Nicht alles werde ich aus Samenkörnern vorziehen. Ein paar Tomatenpflanzen bekomme ich immer von meiner Mutter, auch eine Gurke, Grünkohl, Rosenkohl und das ein oder andere Blümchen wird als kräftige Pflanze bei mir einziehen.

Anzuchtgefäße DIY

Ran an die Stifte: Da ich wirklich keine begnadete Zeichnerin bin habe ich im Internet erstmal lange nach einem entsprechende Hilfsprogramm gesucht. Hängengeblieben bin ich dann schließlich beim kostenlosen Gartenplaner von Gardena. Dort habe ich mein Gärtchen in wenigen Klicks nachgebaut und mir die Vorlage dann einfach ausgedruckt. Zugegen, maßstabsgetreu ist was anderes, aber für meine Zwecke reicht das. Es stehen zwar auch Platzhalter für einige Pflanzen zur Verfügung, aber da finde ich das Hineinschreiben  einfacher/besser.

Beetplan

Es gibt bereits einige feste Beetbewohner. Dazu gehören die Erdbeeren (dazwischen habe ich bereits vor ein paar Wochen den Knoblauch gesteckt),  die mediterranen Kräuter sowie Zitronenmelisse und der Schnittlauch. Um sie herum entsteht nun also mein Pflanzplan. Beide Beete liegen übrigens den ganzen Tag über in der Sonne. Außerdem gedeihen Ringelblumen, Cosmeen, Borretsch und Tagetes Jahr für Jahr von selbst. Sie verpflanze ich lediglich innerhalb der Beete an die Stellen, an denen ich sie haben möchte. Sind Spinat und Radieschen abgeerntet (da der Standort sehr sonnig ist und mir die sonst zu schnell in die Höhe schießen ein reines Frühjahrsgemüse für mich), kommen ab Ende Mai Tomaten, Zucchini, Paprika und eine Gurke ins Beet. Neben den Puffbohnen ist auch noch Platz für diese sommerlichen Gemüsepflanzen. Im Spätsommer, wenn Karotten und Erbsen abgeerntet sind findet dort Grünkohl und Rosenkohl ein zuhause. Sind dann noch freie Plätze, werde ich diese mit unterschiedlichen Salatpflanzen besetzen.

Soweit so gut, das ist nun also mein Masterplan. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie das Gartenjahr mit einem Pflanzplan so laufen wird. Den Plan werde ich in meine Gartenhütte hängen, damit ich immer einen Blick darauf werfen kann.

 

 

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