Bei kaum einem anderen Kraut liegen Freude und Leid so nahe zusammen, wie beim Basilikum. Knackig frisch und herrlich duftend strahlt es uns im Supermarkt an und sag „Los, nimm mich mit, diesmal wird alles anders. Schau doch nur, wie gesund ich aussehe!“. Na gut, wir lassen uns also erweichen und es landet mal wieder ein Kräutertopf für fast 2€ im Einkaufswagen. Nach knapp einer Woche in der heimischen Küche kündigt sich der Leidensweg der Basilikum-Pflanze zuverlässig an. Die Blätter werden lascher und lascher, irgendwelche Fliegen krabbeln aus der Erde und nach rund 10 Tagen ist das südländische Flair zu einem erbärmlichen Anblick verkommen.
Ganz ehrlich, auch ich hatte schon so meine Erfahrungen mit Basilikum. Doch es kann auch klappen! Hier meine ultimativen Tipps für die Basilikum-Pflege für euch!

Kaufen ist keine Lösung
Jetzt mal ehrlich, warum gibt es denn an jeder Ecke Kräuter im Topf – weil sie so lange in unserer Wohnung knackig und frisch bleiben? Bestimmt nicht. Scheinbar hält das Basilikum ja bei kaum jemanden lange durch. Der Grund liegt aber nicht an eurem grünen Daumen. Da müssen wir schon tiefer gehen. Das Basilikum wurde unter besten Bedingungen im Treibhaus hochgezogen und für den Zeitpunkt des Verkaufs in Bestform gebracht. Der Transport im LKW, das Herumstehen im Supermarkt und dann noch der Kurztrip in eurer Einkaufstasche – das steckt das zarte Basilikum einfach nicht weg. Vom vielen Reisen gebeutelt kommt es in einer neuen Klimazone an: Eurer Küche. Das ist zuviel auf einmal. Völlig fertig macht das schmackhafte Kraut schlapp und wirft das Handtuch. Schnell wird klar, kaufen ist einfach keine dauerhafte Lösung.

Vermehren oder aussäen
Viel besser klappt das Zusammenleben mit einer Basilikum-Pflanze, die man selbst herangezogen hat. Sie ist von Anfang an an eure Wohnung gewöhnt und muss keinen Transport mitmachen.
Entweder ihr sät das Kraut aus oder macht es euch noch einfacher. Basilikum lässt sich nämlich prima über Stecklinge vermehren. Dazu könnt ihr euch noch einen letzten Kräutertopf kaufen. Davon mehrere Stecklinge (ca. 8-10 cm. lange Triebe und die unteren Blätter entfernen) abschneiden und in eine Tasse/Eierbecher/etc. mit Wasser stellen. Schon nach wenigen Tagen zeigen sich die ersten feinen Wurzeln. Nach 2 Wochen sind diese so stark ausgebildet, dass ihr jeden einzelnen Trieb in eine Topf mit reichhaltiger Bio-Blumenerde setzen könnt. Schon ist eure eigene Basilikum-Pflanzen-Zucht fertig! So könnt ihr das ganze Jahr über verfahren.

Richtiges ernten
Damit eure Pflanze lange hält ist aber auch das richtige Abernten entscheidend. Bloß nicht mit der Schere wahllos die Stängel abscheiden. Das tut dem Basilikum weh und es wächst nicht mehr weiter. Besser ist es dagegen, wenn ihr die Blätter kurz über der Blattachsel abknipst. An der Stelle wachsen neue Blätter nach. Wenn diese groß sind könnt ihr die „alten“ äußeren Blätter ernten.

Bitte Düngen
Basilikum gehört zu den Starkzehrern und braucht daher alle zwei Wochen einen Schluck Bio-Flüssigdünger im Gießwasser. Im Gartencenter findet ihr diesen.

So, ich hoffe nun klappt es in Zukunft besser mit dem leckeren Basilikum :-)
PS: Natürlich bin ich auch gespannt, wie eure Erfahrungen so sind und was ihr so für Tipps habt!

Basilikum an der Blattachsel ernten

Basilikum-ernten

Basilikum Steckling

basilikum-vermehren

Ab in die Vase

Basilikum-Wurzel

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Die-Kraeuter-Box

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