Huhn mit Hauswurz

Hauswurz

Die Idee zum heutigen Blog Eintrag kommt mal wieder von meiner Mum. Sie hat mir nämlich Bilder von ihren unterschiedlichen Hauswurz Pflanzen geschickt! Überall auf ihrer Terrasse hat sie, in kleinen Tontöpfen oder einfach nur in einer großen Tonscherbe, die Hauswurzen (Sempervivum) verteilt.

Henni

Wissenswertes

Es gibt unzählige verschiedene Arten dieser Pflanze. Am bekanntesten ist wohl der Dach-Hauswurz. Früher war dieser im Volksmund auch als Dachkraut, Dachlauch, Donnerbart, Gewitterkraut oder Warzenkraut bekannt. Wie man am Namen schon merkt, wurde dem Dickblattgewächs damals eine heilende und schützende Wirkung nachgesagt. Karl der Große glaubte fest daran, dass Hauswurz auf dem Dach gegen Blitzschlag schützt. So hat er einst angeordnet, dass jeder Bauer auf seinem Hausdach Hauswurz pflanzen soll. Auch das Verbrennen der Pflanzenblätter, die am Johannistag gepflückt wurden, sollte zusätzlichen Schutz bringen. Von Region zu Region gab es noch eine Vielzahl weiterer unterschiedlicher Bräuche. Heute dient uns die Pflanze nur noch dazu, uns Gärtner glücklich zu machen 🙂

Standort

Damit wir uns an der immergrünen Mini Staude auch das ganze Jahr über erfreuen können ist es wichtig, dass wir sie an einen sonnigen Standort auspflanzen. Schatten mag der Hauswurz gar nicht leiden und wird sich dort nicht lange wohlfühlen und auch niemals zur Blüte kommen.Topf Der Boden sollte steinig und karg sein. Besonders wohl fühlen sich die Hauswurzen im Steingarten, auf Flachdächern, in Natursteinwänden oder auch am Rand eines Kiesweges. Vor allem für kreative Pflanzgefäße ist diese Pflanze besonders gut geeignet. Alte Tontöpfe, Blechschüsseln, Zinngefäße oder sogar alte Lederschuhe könnt ihr für eure Hauswurze hernehmen. Alles was bereits ein wenig Patina hat macht sich besonders gut wie ich finde.
Auch beim Gießen ist der Hauswurz nicht anspruchsvoll und stört sich nicht daran, wenn ihr mal ein paar Tage nicht bei ihm vorbei schaut. Trockenheit ist ihm wesentlich lieber, als eine drohende Staunässe.

Herkunft

Mittlerweile ist der Hauswurz bei uns sehr verbreitet. Seinen Ursprung hat er aber in den Gebirgszonen auf der Nord Halbkugel. In den Alpen, Kleinasien, dem Kaukasus oder auch in den Pyrenäen ist er heimisch. Das erklärt uns auch, warum der Hauswurz in der Pflege so anspruchslos ist. Schon sein Botanischer Name, der so viel bedeutet wie „immer lebend“ lässt darauf schließen, dass man hier nicht viel falsch machen kann. Weder an den Boden noch an die Wasserversorgung hat der Hauswurz große Ansprüche. Bei ihm gilt das Motto „Weniger ist mehr“.

Blüte

Die Blattrosetten bilden erst nach ein paar Jahren ihre Blüten aus. Bis dahin wächst der Hauswurz vor allem in die Breite und wird mit der Zeit zu einem kleinen Teppich. Nur die Blütenstände strecken sich nach oben hin aus und zeigen sich in schönem rosa, weiß, rot oder gelb. Ist die Blüte dann vorbei stirbt auch die zugehörige Rosette ab. Aber keine Panik, der Hauswurz hat in der Zwischenzeit schon längst für Nachwuchs gesorgt und viele neue Tochterrosetten gebildet. Doch nicht nur die Blüte ist farblich sehr schön. Im Jahresverlauf wechselt der Hauswurz immer wieder die Farben seiner Blätter. Je nachdem welche Jahreszeit gerade ist. Auch die Höhe ist entscheidend für die Farbgebung. Besonders in hohen Lagen erstrahlt der Hauswurz in kräftigen Tönen.

Winter

Im Winter müsst ihr euch keine Sorgen um eueren Hauswurz machen. Dieser ist nämlich hart im Nehmen. Habt ihr ihn in Gefäße gepflanzt stellt ihr diese am besten an die Hauswand und schaut, dass es dort nicht zu nass wird, falls es mal taut. Dann habt ihr auch im nächsten Jahr wieder viel Freude mit dieser unkomplizierten Pflanze.


Kategorien Fräuleins Garten Gartentipps

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2 Kommentare zu “Hauswurz

  1. Avatar
    Angelinchen

    Hallo Gartenfräulein!
    Ich habe neulich gehört, dass es eine neue gelbe Hauswurz geben soll. Vielleicht weißt du ja mehr darüber?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du etwas darüber schreiben könntest.

    PS:Deine Einträge sind sehr interessant:)
    lg

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