kartoffel pflanzsack selber machen

Kartoffel im Pflanzsack selber anbauen

Ein absoluter Dauerbrenner in den Kochtöpfen und auf den Teller sind bei vielen von uns Kartoffeln. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich nicht gerade zu den Kartoffelfans zähle. Allerdings sieht das ganz anders aus, sobald ich die Knollen selbst ausbuddele bzw. selbst angebaut habe. Wie so oft ist es halt doch ein großer Unterschied im Geschmack.
Ab nun sind sie bestimmt auch von eurem Balkon, der Terrasse oder aber dem Garten (hier hat man ja auch oft nicht ganz so viel Platz und denn Beeten) nicht mehr wegzudenken! Wie?! Mit einem Reissack! Dazu einfach ganz lieb im asiatischen Supermarkt um die Ecke nachfragen. E  ist das perfekte Pflanzgefäß für eine reiche Kartoffelernte!

Das braucht ihr, um Kartoffeln im Sack anzubauen

  • Reissack oder die Kartoffel-Pflanzsäcke aus dem beetfreunde Shop.
  • Rund 40l Erde
  • Sonne: Nur wer einen wirklich sonnigen Standort hat wird auch reichlich Kartoffeln ernten können.
  • Kartoffeln: Hier lieber spezielle Saatkartoffeln verwenden und nicht die, die gerade schon im Küchenregal austreiben :-). Wichtig ist, dass ihr die Kartoffeln vorkeimen lasst. Das macht man ab Mitte März.
  • Pro Sack 4-5 Kartoffeln
  • Ab Ende April dürfen die Kartoffeln in den Sack. Falls nochmals Frost droht könnt ihr die Säcke an die Hauswand rücken.

Kartoffeln im Sack anbauen

Schritt 1: Den Reissack nach unten krempeln und den Boden des Sacks mit Tonscherben oder Blähton auslegen, damit sich das Wasser später nicht staut. Dann alles mit 15 bis 20cm Erde bedecken.

Schritt 2: Die Kartoffeln mit den Keimspitzen nach oben auf die Erde legen. Anschließend mit einer dünnen (ca. 5) Schicht Erde bedecken. Gerade soviel, dass die Kartoffeln nicht mehr hervorspitzen. Nun das Angießen nicht vergessen.

Kartoffeln im Sack anbauen

Schritt 3: Je nach Wetterlage lassen sich nach ungefähr 14 Tagen schon ein paar Blätter blicken. Nun kommt´s, denn vor diesem Schritt hatte ich ein wenig Skrupel: Die frischen Blätter werden nämlich jetzt wieder mit einer Erdschicht zugeschüttet. Diesen Arbeitsschritt wiederholt man solange, bis der Reissack bis oben hin voller Erde ist.

Schritt 4: Ist der Kartoffel-Pflanzsack nach rund 1 bis 1,5 Monaten voll und es zeigen sich wieder Blätter so dürfen diese den Sommer über bleiben. Das Kartoffelgrün sieht wirklich richtig schön üppig.

Kartoffeln im Sack anbauen

Erst wenn sich das Grün im Spätsommer braun und vertrocknet zeigt können die Kartoffeln geerntet werden. Eine alte Bauernregel besagt, dass die Kartoffeln noch 2-3 Wochen in der Erde bleiben sollten, bevor sie geerntet werden.

Mein Tipp: Die frischen Kartoffeln so schnell wie möglich verbrauchen. In der Wohnung lässt sich die leckere Knolle nur schlecht lagern. Die frisch geerntet Kartoffeln können ruhig mit der dünnen Schale verzehrt werden.  Am besten schmecken junge Kartoffeln mit Butter und frischer Petersilie.

kartoffeln im sack anbauen
kartoffeln im sack anbauen

Kartoffeln im Sack anbauen

Kategorien DIY Fräuleins Balkon Frühling

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Das Garten Fräulein, Silvia Appel, lebt ihre Leidenschaft für Natur, Garten und Balkon seit über fünf Jahren auf ihrem gleichnamigen Blog. Die Kindheit auf dem Land und das Aufwachsen im elterlichen Nutzgarten hat Silvia stark geprägt. Mittlerweile bloggt sie hauptberuflich, hat mehrere Bücher veröffentlicht und betreibt einen Onlineshop.

5 Kommentare zu “Kartoffel im Pflanzsack selber anbauen

  1. Wiebke Weber

    Hallo Silvia,
    meine Pflanzkartoffeln habe ich schon besorgt. Die Idee mit dem Reissack ist super. Mal sehen, ob ich mir einen (oder ein paar) organisieren kann.Ein paar Kartoffel kommen aber auch ins neue Hochbeet.
    Danke für den Tipp.
    Liebe Grüße
    Wiebke

  2. Liebe Silvia,
    eine tolle Idee, wenn man zum Gärtnern wenig Platz hat.
    Liebe Grüße
    Loretta

  3. Das kann man auch in jedem anderen, hohen Gefäß machen. Ich habe das mal in einer alten Regentonne probiert. Das problem ist nachher nur das ausräumen 🙂 Auf dem Balkon kommt so ein Sack immer gut und ist schön anzusehen.

  4. Huhu, eine super tolle Ideee! Ich habe deinen Artikel eben einer Freundin weitergeleitet, das passt bestimmt für ihren Balkon.
    Meine Kartoffeln sind gerade gestern eingetroffen. Es gibt bei mir die Annabel und die Laura. So kann ich schon etwas im frühen und späten Sommer ernten 🙂 Ich freue mich schon so sehr darauf, ich könnte Kartoffeln wirklich jeden Tag essen.. als Bratkartoffeln, Pommes, Kartoffelpüree und und und 🙂
    Liebe Grüße

  5. Liebe Silvia ! Das ist ja wirklich super einfach, so eine Pflanzung auf dem Balkon.
    Als ich vor 4 Jahren mein Gärtchen neu hatte, habe ich auf zwei Drittel von 10 qm Kartoffeln
    gepflanzt und war dann bei der Ernte mächtig stolz auf diese wohlschmeckenden, dünnhäutigen,
    festfleischigen Knollen. Weil die Ernte gut war, habe ich viele verschenkt. Jetzt kommt’s ;
    u.a. unserem Hausmeister,der vom Bauernhof stammt. Die Größten ausgesucht, geschrubbt und in
    ein schönes Bastkörbchen drapiert. Kommentar, als er mich das nächste Mal sah: wenn sie die
    öfter gegossen hätten, wären die größer geworden !
    Das war das letzte Mal, daß ich welche verschenkt habe. Aber mir haben sie trotzdem noch gut
    geschmeckt, immer in der Schale ganz oder halbiert in Olivenöl und Rosmarin geschmort.
    Moral von der Geschichte ; Keine Kartoffeln verschenken, selber ESSEN !
    Liebe Grüße von Sibylle,

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