Die besten Pflanzgefäße für den Selbstversorger-Balkon

„Auf die Größe kommt es an“ lautet die Devise, wenn es um die Auswahl der richtigen Pflanzgefäße für deinen Selbstversorger-Balkon geht! Große Töpfe, Kübel und Kisten bieten viel Platz für Erde, die Wurzeln können sich gut entwickeln und gießen musst du auch seltener. Bietest du deinen Pflanzen reichlich Entfaltungsmöglichkeiten danken sie es dir mit einer üppigen Ernte.

Hochbeet DIY

Das vertikale Hochbeet aus Holz ist hier erhältlich.

Was genau bedeutet groß?!

Für jede Pflanze bedeutet „groß“ etwas anderes. Tomaten zum Beispiel pflanzt man verhältnismäßig tief, noch dazu brauchen sie viele Nährstoffe. Hier eine kleine Übersicht, die dir die Auswahl erleichtert:

// Gefäße die rund 10 Liter Erde fassen: In einem typischen Balkonkasten fühlen sich Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Radieschen, Rucola oder Pflücksalate wohl. Auch Kapuzinerkresse und Erdbeeren ziehen da gerne mit ein.

Gefäße die rund 15 bis 20 Liter Erde fassen für: Mangold, Rote Beete, Rosmarin, Naschpaprika, Chili oder eine Bienenweide benötigen schon etwas mehr Platz.

Gefäße mit rund 25 bis 40 Liter
Platz da, denn nun kommen Buschtomaten, Zucchini, Bohnen, Gurken und Erbsen. Auch die klassischen Stabtomaten laufen erst in so einem großen Pflanzgefäß zu Höchstform auf.

Wählst du kleinerer Kübel wachsen die Pflanzen natürlich auch, allerdings werden sie dann nicht so groß und tragen weniger Früchte.

In der Weinkiste wächst ein wilde Mischung aus Mangold, Kapuzinerkresse und Asiasalten.

Ohne Abzug geht gar nichts

Egal welche Gefäße es am Ende werden – unverzichtbar sind die Abzugslöcher am Topfboden. Diese dienen dazu, dass das überschüssige Wasser abfließen kann und dadurch keine Staunässe entsteht. Wer hat schon gerne dauerhaft nasse Füße?! Stehen die Wurzeln der Pflanzen über längere Zeit im Wasser fangen sie an zu faulen und sterben über kurz oder lang ab. Damit die Abflusslöcher nicht verstopfen legt man Tonscherben oder eine Schicht Blähton darauf. Sehr praktisch sind auch diese Drainagebeutel.

Hinten die Indianernessel mit pinken Blüten, links ein Zitronenthymian und daneben der panaschierte Salbei.

Welches Material?

Neben kreativen und individuellen Gefäßen, wie einer Weinkiste oder einem alten Topf (hier Abzuchlöcher bohren,) gibt es mittlerweile auch eine große Auswahl an bunten Balkonkästen und Kübeln im Handel.
Ton- oder Terrakottatöpfe sind nicht zu empfehlen, da über die poröse Oberfläche viel Feuchtigkeit verdampft und man vor allem am Südbalkon mit dem Gießen kaum hinterher kommt. Gefäße aus Metall heizen sich stark auf, was für die Pflanzen eine echte Belastungsprobe darstellt. Letztlich sind langlebige und hochwertige Kunststoffgefäße die beste Wahl. Sie lassen kein Wasser nach außen entweichen, sind witterungsbeständig und haben wenig Gewicht. Nachhaltigkeit ist übrigens auch bei Kunststoff möglich, denn es gibt mittlerweile viele Anbieter die mit Recyclingmaterialien arbeiten.

Salbei
Lavendel und Salbei wachsen hier in einem Topf.

Oben: Schlauer Materialmix! Die Töpfe von esteras bestehen aus einem Fiberglas-Mineral-Verbund. Sie haben 10 Jahre Garantie und können das ganze Jahr über problemlos im Freien stehen.

Unten: Der Hersteller elho hat tolle Farben im Angebot und noch dazu sind die meisten der Gefäße aus recyceltem Kunststoff! 63 % der Produkte werden bereits aus Recyclingmaterial hergestellt. Der Balkonkasten ist ein Komplett-Set aus Kasten, Untersetzer, Einhängegestell und Befestigungsclips.

Ein Kasten mit Walderdbeeren und ein weitere in dem ein Salbei wächst. Dieser muss aber schon bald umgetopft werden, da er mehr Platz benötigt.

Unten: Ein weiteres farbliches Highlight sind die Balkonkästen von emsa. Sie haben einen integrierten Wasserspeicher und machen das Gießen dadurch zur Nebensache. Auch sehr schön sind die Balkonkästen aus der „Landhaus“ Serie.

urban gardening

Unten: Die Buschtomate in einem Topf von esteras und die Zucchini im Root Pouch. Ein Pflanzsack der aus PET-Flaschen (100% recycelt) und Naturfasern hergestellt wurde.

//Beitrag enthält Affiliate-Links

Kategorien Selbstversorger

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Das Garten Fräulein, Silvia Appel, lebt ihre Leidenschaft für Natur, Garten und Balkon seit über fünf Jahren auf ihrem gleichnamigen Blog. Die Kindheit auf dem Land und das Aufwachsen im elterlichen Nutzgarten hat Silvia stark geprägt. Mittlerweile bloggt sie hauptberuflich, hat mehrere Bücher veröffentlicht und betreibt einen Onlineshop.

7 Kommentare zu “Die besten Pflanzgefäße für den Selbstversorger-Balkon

  1. Avatar
    Marx, Silvia

    Liebes Garten-Fräulein Silvia,

    Dein Beitrag für den Monat März ist für mich überwältigend, so viele Themen, so viel Wissenswertes und Informatives. Ganz herzlichen Dank dafür.
    Ich möchte in diesem Jahr nach zweijähriger Pause Tomaten im Gewächshaus anpflanzen und auch Salat im Frühbeet ausbringen. Damit ich nicht zu oft im etwas entlegenen Garten wirken muss, möchte ich mir einige Pflanzgefäße anschaffen, die ich direkt auf die Terrasse stellen kann.
    Darf ich mich an Dich wenden, wenn ich Fragen dazu habe?
    Ich freue mich auf die kommende Saison.
    Eine Frage hat sich schon aufgetan: Woran kann es liegen, wenn der Salbei nicht gut gedeiht? Mag er keine anderen Kräuter in seiner Nähe? Bei mir steht er sonnig, ich weiß nie, ist es ihm zu feucht oder zu trocken. Für Deinen Tipp danke ich Dir.
    Liebe Grüße zum Vorfrühling

    Silvia

    • Garten Fräulein

      Liebe Silvia,

      danke für dein liebes Kommentar – sowas freut mich wirklich sehr zu lesen 🙂
      Salbei liebt es trocken und karg. Am besten du setzt ihn in eine Kräutererde und nur Kräuter dazu, die die gleichen Ansprüche an Trockenheit haben. Also auf keinen Fall einen Schnittlauch dazu. Besser Lavendel, Rosmarin oder Thymian. Wenig gießen und nicht düngen.
      Lieber Gruß zu Dir

  2. Avatar
    Helga S.

    Liebes Garten-Fräulein,

    ich wohne gerade mal 30 Min. von Würzburg weg.,
    gerne lese ich hier, ich habe 2 Balkone, eine Toskanaterrasse (Südseite), nicht überdacht, und einen Küchenbalkon, dieser ist Westseite und eingebaut, überdacht. Einen Garten habe ich auch.

    Ich liebe Lavendel, fast immer habe ich Pech mit Lavendel im Topf auf den Balkonen. Ein Gärtner sagte mal ein Unkraut hinein pflanzen, wenn es hängt, gießen. Bei dauerregen, (Südbalkon) stelle ich ihn unter die Dachkante. letztes Jahr habe ich es mit Schaschlikstäbchen versucht, ob er Wasser braucht.

    Liebe Frankengrüße, Helga S.

    • Garten Fräulein

      Hallo liebe Helga,

      oh wie toll – da kannst du dich ja wirklich austoben! Der Lavendel mag es sehr sonnig, trocken und eine karge steinige Erde. Auf keinen Fall darf man ihn in normale Kübelpflanzenerde setzen. Eine Kräutererde ist hierfür ideal. Ich hoffe, es klappt dieses Saison besser!
      Lieber Gruß zu dir

  3. Avatar
    Christine

    Hi,
    bin neu auf deinem Blog und er gefällt mir sehr gut, großes Lob an dich und vielen Dank für die ganze Mühe! Dieses Jahr möchte ich zum ersten mal selbst ein paar Gemüse auf dem Balkon anbauen 😉 Nun stellt sich mir natürlich auch die Frage nach einem passenden Gefäß, ich konnte einige schwarze „Eimer“ kostenlos ergattern und weil ich die nicht so hübsch fand habe ich sie mit Sisal von einem ausrangierten Kratzbaum umwickelt, hat eeewig gedauert aber jetzt sind sie für mein empfinden recht ansehnlich und haben mich nix gekostet. Nun meine Frage, mir ist klar das unten ein paar Löcher rein müssen aber muss ich dann den Topf auf kleine Füße stellen damit das Wasser ablaufen kann? Von unten ist er ganz glatt und dann noch eine Frage, wieviel Drainage muss denn in so einen Topf? 1/3 oder ist das zuviel? Muss man die Drainageschicht von der Erde trennen mittels Flies oder ist das bei einjährigen Pflanzen wie Tomaten egal? Wäre total nett wenn du meine Fragen beantworten könntest, ich schau mich mal weiter hier um 😀

    • Garten Fräulein

      Ganz lieben Dank und bitte entschuldige, dass ich dir jetzt erst antworte!
      Wahrscheinlich ist es am besten, wenn du dir große Untersetzer besorgst, damit das Wasser nicht zu deinem Nachbarn tropft. Falls das eh nicht der Fall sein sollte, dann tut es natürlich auch die von dir angedachten Erhöhung. Es reicht eine wirklich dünne Drainageschicht von 2-3cm aus. Diese mit Zeitung oder Vlies zu trennen macht auf jedenfall Sinn, denn so kannst du die Drainage auch im kommenden Jahr wieder verwenden.
      Ganz viel Erfolg dir!

  4. Avatar

    Liebe Silvia ! Es juckt schon wieder mächtig in den Händen und jetzt auch noch dein toller Blog ! Ich bin erst bei den Gefäßen. Vielen Dank mit dem Tipp für die Drainagebeutel. Da ich ungern über Internet bestelle (ich weiß : „GANZ“ einfach !!) werde ich erst mal in unseren Geschäften wie Obi oder Raifeisen schauen, ob es die dort gibt. Die machen Sinn, finde ich !
    Am samstag war ich schon einkaufen : Für die Aussaat von Hornveilchen gab es einen kleinen Beutel Vogelsand und dann natürlich diverse Samentütchen, weil jetzt noch die größte Auswahl ist.
    Unser trockenes Strahlewetter mag ja ganz schön zum Spazierengehen sein, aber die Natur vertrocknet allmählich. Wichtiger wäre Regen oder Schnee. Wo ist der Winter ?!
    Über deinen gehaltvollen Blog freue ich mich sehr und ich werde ihn ein wenig in Etappen lesen. Man wird alt !
    Liebe Grüße von deiner Sibylle

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