Fliegendes Saatgut – Seedbombs

Nun ist nicht nur die richtige Zeit gekommen, um Saatgut auf der Fensterbank vorzuziehen (hier ein Beitrag dazu) sondern auch, um euch einen Vorrat an Samenbomben anzulegen! Das sind kleine Kugeln aus Erde und Samen. Sie lassen sich prima auf Grundstücke werfen, die z.B. eingezäunt sind oder einfach schwer zugänglich aber trotzdem ein wenig Flower-Power vertragen können 🙂

Das „Rezept“ für eure Seedbombs
Ihr benötigt 2 Handvoll Gartenerde, 3 Handvoll Blumenerde, 1 kleine Handvoll Sand und 2 Eslöffel Samen. In vielen Rezepten kommt auch noch Tonpulver vor. Ich habe es bisher immer ohne gemacht – hat auch geklappt 🙂 Verwendet nur Saatgut, das auch mit den rauen Bedingungen der Stadt zurechtkommt. Ich nehme meistens eine Wildblumenmischung oder Ringelblumensamen.
Mischt alle Zutaten in einer Schüssel und gebt anschließend Wasser dazu. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, denn es soll gerade so viel Wasser sein, dass die Masse gut zusammen hält. Nun rollt ihr walnussgroße Kugeln aus der Mischung. Anschließend gut trocknen lassen. Hier müsst ihr aufpassen, dass die Samen nicht schon zu sprießen beginnen. Also darf es auf keinen Fall zu warm sein.

Samenbomben

Samenbomben

Und los geht´s
Eigentlich ist es nicht erlaubt, Samen auf fremden Grundstücken oder im öffentlichen Raum, also auf Verkehrsinseln, schmalen Grünstreifen oder Baumscheiben auszubringen. Solange ihr nicht das Grundstück des Nachbars begrünt, sondern triste Ecken in eurer Stadt damit verschönert sollte es aber keinen Ärger geben. Ganz im Gegenteil – die Leute werden sich über die bunten Blumen garantiert freuen!

Der besten Zeitpunkt fürs Auswerfen
Am besten ist ein Tag im Frühling geeignet, an dem Regen angekündigt ist, denn dann können die Samen direkt los legen und gut wachsen. Werft eure Samenbomben an Orte, an denen ihr häufig vorbei kommt. So könnt ihr die neue Blumenpracht schon bald bewundern!

Samenbomben

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Kategorien Bastelideen DIY Fräuleins Welt

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Garten Fräulein

Das Garten Fräulein, Silvia Appel, lebt ihre Leidenschaft für Natur, Garten und Balkon seit über fünf Jahren auf ihrem gleichnamigen Blog. Die Kindheit auf dem Land und das Aufwachsen im elterlichen Nutzgarten hat Silvia stark geprägt. Mittlerweile bloggt sie hauptberuflich, hat mehrere Bücher veröffentlicht und betreibt einen Onlineshop.

22 Kommentare zu “Fliegendes Saatgut – Seedbombs

  1. Diese Idee, karge Grünflächen mit Wildblumen zu bepflanzen, wurde erst kürzlich auf dem Dorf bei meinen Großeltern umgesetzt, aber leider hatten nicht alle gefallen daran – der Samenflug störte wohl bei der Rasenpflege

  2. Interessant, dass du das Tonpulver weglässt. Ich hatte schon überlegt, wo ich es herbekomme für meine Samenbomben. Ich habe hier einen Ort im Auge, den ich gerne verschönern möchte.
    LG Sigrun

    • Garten Fräulein

      Ich finde es wird auch ohne Tonpulver sehr fest. Die gekauften Samenbomben, in denen Tonpulver enthalten ist, finde ich oft extrem hart und fest. Das löst sich ja niemals auf…

  3. Klingt schonmal machbar. Werde es aufjedenfall mal versuchen.
    Danke Dir:D

  4. Ich finde in Deutschland ist doch viel zu viel reglementiert. Daher wenn das Fleckchen kein Privatmann besitzt, dann schadet doch ein bisschen Blüte nicht und für die Bienen und Hummel sowie Schmetterling und Co. ist es allemal gut. Vielen Dank fürs Erklären. LG Marion

  5. Genau gestern brachte Töchterchen Samenbomben von den Pfadfindern mit. Wie sich der Kreis manchmal schließt…
    Danke für die Anregung, da können wir jetzt auch welche selbst machen. Hässliche Grundstücke und Orte, die Blumen vertragen können, gibts hier genug.
    LG von TAC

  6. Liebe Silvia ! Herzlichen dank für Ihren neuen Blog ! Die Samenbomben wollte ich schon lange mal ausprobieren. OBWOHL: Wir haben hier im „wilden“ Allgäu keinen Mangel an fliegenden Samen. Ich denke nur an die Schirmchen des Löwenzahns Ende Mai.
    Meine Petersilie ist auch schon aufgegangen. Ich will eine Seite meines Gärtchens mit krauser Petersilie und einfacher Tagetes bepflanzen. Die Tagetessamen habe ich letzten Herbst an einem Fußgänger-Überweg geerntet. Sie stehen auch sehr gut da. Im Kasten natürlich !
    Nun wünsche ich Ihnen weiter viel Spaß und Erfolg beim Gärtnern, Kochen, Mailen und was sonst noch ALLES zum genußvollen Leben gehört. Grüße von Sibylle

  7. Eine kleine Zusatzinformation am Rande: die Samenbomben sind Teil des sogenannten Guerilla-Gardening 🙂 Es ist wirklich eine schöne Möglichkeit, auch unansehnliche Orte mit Potenzial ein bisschen bunter zu gestalten. Wichtig wäre es allerdings noch zu erwähnen, dass man möglichst die Samen einheimischer Blumenarten verwendet. Wenn man Samenmischungen verwendet reicht ein kurzer Abgleich mit den Inhaltsangaben. So kann man vermeiden, dass sich invasive Neophyten ausbreiten und die einheimischen Arten verdrängen. Eine Tatsache, die vielen Menschen leider unbekannt ist.
    Liebe Grüße

  8. Eine geniale Idee! Die reinste Artenvielfalt-Anarchie! 😉

  9. Was für eine wunderbare Sache! 🙂
    Es ist so schade, dass an so vielen Orten (erst recht bei uns in NRW) Pragmatismus wichtiger zu sein scheint als Blütenvielfalt! An den meisten Stellen, die mir gerade einfallen, bin ich mir leider ziemlich sicher, dass die Blümchen dort wieder „entsorgt“ werden 🙁 Aber einen Versuch ist es wert, Ringelblumensamen habe ich seit dem letzten Sommer in Hülle und Fülle 😀 Die Bienen werden es danken!

    Liebe Grüße!

  10. Danke für die Anregung! Ich bastel grad ein „Willkommen in der neuen Stadt“-Paket als Geschenk, und werde da jetzt Samenbomben mit zutun, damit die Beschenkten gleich ihre neue Nachbarschaft verschönern können.

    Vielen Dank!

    Gesche

  11. Das ist ja eine schöne Idee! Manche Stellen in der Stadt könnten wirklich etwas Blütenfarbe vertragen.

  12. Ich lache gerade laut auf weil ich diese Idee so wunderbar finde. Ganz ganz großartig. Danke für diese Idee, die ich auch bei mir auf meiner FB-Seite posten werde.

    lg,

    Karina

    http://www.fräuleingrün.at

  13. Hast du schonmal Seedbombs im Kübel gepflanzt? Ist ein bisschen zweckentfremdet von der eigentlichen Guerilla Gardening-Idee, aber gerade für Balkongärtner eine Alternative, um die Seedballs mal auszuprobieren. Und vor allem eine schöne Geschenkidee für Blumen-Fans 😀
    Liebe Grüße, Sandra

  14. Wie viel Kugeln gehen aus deiner angegebenen Menge raus? LG

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