Saatgut lagern

Saatgut lagern – die besten Tipps!

Mir ist es leider selbst schon passiert, dass Saatgut schimmelig geworden ist. Schlicht deshalb, weil ich es unachtsam und völlig falsch gelagert habe. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert und auch dein Saatgut lange hält und seine volle Keimfähigkeit behält bekommst du hier die besten Tipps zur Lagerung des Saatgut.

Keimfähigkeit erhalten

Niedrige Temperaturen, trocken und möglichst luftdicht sollte die Lagerung vonstattengehen. Wie lange Samen ihre Keimfähigkeit behalten hängt zusätzlich von der Art des Saatguts ab. Tomatensamen bleiben bis zu zehn Jahre keimfähig – Zwiebelgewächse wie Lauch dagegen verlieren sie relativ schnell – nach zwei bis drei Jahren.
Bevor du dir nach einigen Jahren unsicher bist, ob du das Saatgut noch verwenden kannst, machst du am besten eine Keimprobe.

Gekauftes Saatgut aufbewahren

In den seltensten Fällen verbrauche ich alle gekauften Saaten in einem Jahr. Damit gilt es schon bei der Aussaat an die spätere Lagerung zu denken. Das gekaufte Saatgut wird in seiner ursprünglichen Verkaufsverpackung gelassen.  Ich öffne die Tüte so, dass möglichst alle Infos darauf weiterhin gut lesbar sind. Falls kein Haltbarkeitsdatum zu finden ist, dann notiere dir das Jahr, in dem du das Tütchen gekauft hast. Es geht schneller als du denkst und dein Saatgutfundus wächst und wächst und über die Jahre verliert man sonst den Überblick, was wohl noch gut keimt.

Selbstgesammeltes Saatgut lagern

Je trockener die Samenkörner sind, desto besser! Außerdem sollten die Samen nur von vollreifen/überreifen Früchten geerntet werden. Denke daran, wie es die Natur macht: erst, wenn die Früchte so reif sind, dass sie von einem Windstoß auf den Boden purzeln ist auch das darin befindliche Saatgut auf seinen Zenit angekommen.

Samentütchen
Hier kannst du dir die bunte Vorlage kostenlos herunterladen.

Je nachdem was du erntest, werden die Samenkörner auf unterschiedliche Weise getrocknet. Tomatensamen lege ich auf einem Küchentuch aus – bei Blumen dagegen kommen die Blütenstände in einen Karton der mit Zeitung ausgelegt ist. Wichtig ist, dass die Samen möglichst schnell und gleichmäßig trocknen. Verunreinigungen wie Blütenblätter und Pflanzenreste kannst du mit Hilfe eines Siebes entfernen. Das gereinigte Saatgut fülle ich in Papiertütchen um.  Diese Tütchen kann man entweder kaufen oder noch besser :selber basteln! Hier habe ich eine Vorlage für dich. Größere Mengen Saatgut, vor allem von Blumen wie Ringelblumen oder Cosmeen kommen bei mir in Schraubgläser.

Ideen für die Aufbewahrung

  • Papiertütchen
  • Schraubgläser (ausgediente Marmeladen- und Einmachgläser)
  • Streichholzschachteln
  • Leere Blechdosen von Tee- oder Gewürzmischungen
  • Kaffeefiltertüten
  • Mini-Aludosen in einer Holzschachtel sind sehr gut für Kleinstmengen und sehr feine Samen z.B. vom Salat geeignet.
  • Leere Zigarren- oder Pralinenschachteln (da kann man gut mal am Flohmarkt stöbern)

Mein Tipp

Falls du vor allem Papiertütchen hast kannst du diese in einem Karteikasten einordnen. Entweder alphabetisch oder noch praktischer: du notierst die Monate auf den Trennblättern und sortierst das Saatgut nach Aussaat-Zeitpunkt. Oder wie wäre es mit der Idee, die Samentüten in einen Ordner einzusortieren? Hierfür gibt es praktische Klarsichtfolien die nochmal in einzelne Fächer unterteilt sind (siehe hier).

Saatgut lagern
Reste einer Gründünger-Mischung werden nach der Aussaat sicher im Schraubglas verstaut.

Unbedingt beschriften

Die Lagerung ist das Eine, doch sollten deine Tütchen und Gefäße auch allesamt beschriftet werden. Nur so behältst du den Überblick über deinen schnell wachsenden Saatgut-Vorrat:

  • Sorte und Jahreszahl sind das absolute Minimum an Info.
  • Bei Tomaten würde ich Farbe, Form der Früchte und ggf. Wuchs mit notieren z.B. „orange; birnenförmig; buschig“ oder „grün gestreift; handtellergroß; rund; < 1,50m“ oder „kleine rote murmelgroße Früchte; hängend“
  • Ebenfalls ist es bei Blumen ratsam die Blütenfarbe und ggf. Höhe zu notieren: „Cosmea; weiß; niedrig“.
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Das Garten Fräulein, Silvia Appel, lebt ihre Leidenschaft für Natur, Garten und Balkon seit über fünf Jahren auf ihrem gleichnamigen Blog. Die Kindheit auf dem Land und das Aufwachsen im elterlichen Nutzgarten hat Silvia stark geprägt. Mittlerweile bloggt sie hauptberuflich, hat mehrere Bücher veröffentlicht und betreibt einen Onlineshop.

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