Ist das nicht verrückt, dass wir Gärtner uns gerade erst vom Sommer verabschieden und die Natur schon längst an den nächsten Frühling denkt?! Die Honigbienen zum Beispiel haben sich im Juni, zur Sommersonnwende, schon auf Winter eingerichtet und ich dagegen, will es mal wieder partout nicht akzeptieren, dass es ab nun wieder rückwärts geht und wir stark auf das Ende des Gartenjahres zu gehen. Nun gut, auch ich muss mich dem Kreislauf der Jahreszeiten beugen. Aber das nächste Frühjahr steht schon in den Startlöchern, so gilt es nun bereits in die gärtnerische Frühlingsvorbereitung überzugehen. Damit es nämlich ab März wieder anfängt zu blüht heißt es nun nämlich ran an die Blumenzwiebeln!

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Auf die Größe kommt es an
Zwar mag es vermeintlich verlockend sein, sich kleinere und damit günstiger Blumenzwiebeln in den Einkaufswagen zu legen, doch am Ende ist damit nicht wirklich gespart. Gibt es von einer Sorte auch größere Zwiebeln, dann solltet ihr zu dieser greifen. Je größer die Zwiebel, desto üppiger fällt in der Regel auch die Blüte später aus. Doch nicht nur darauf kommt es an, die Blumenzwiebeln sollten sich nicht weich oder gar matschig anfühlen, keine Schimmelspuren aufweisen und auch noch keine grünen Austriebe zeigen. Falls mal so eine Blumenzwiebel in der Packung gelandet ist gleich ab damit auf den Kompost.

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Der perfekte Zeitpunkt zum Blumenzwiebel stecken
Einen Stichtag für das Setzen der Blumenzwiebeln gibt es zwar nicht, doch ist Mitte September bis Ende November ideal. Wichtig ist, dass die künftige Flühlingspracht noch vor dem ersten Frost in den Boden kommt. Danach wird es auch viel zu anstrengend für euch, die Blumenzwiebeln unter die gefrorene Erde zu bringen. Außerdem ist der Bodenfrost wichtig, damit die Zwiebeln auch zur Blüte kommen. Klingt vielleicht komisch, doch bei Blumenzwiebeln handelt es sich um sogenannte Kaltkeimer, die erst nach einer Kälteperiode anfangen zu keimen.

Im Gartencenter findet ihr aktuell ein großes Angebot an den unterschiedlichsten Frühlingsblühern. Wichtig ist, dass eure künftigen Frühlingsboten nach dem Shopping-Tripp möglichst schnell ins Beet oder den Topf kommen und nicht noch lange in der Gartenhütte oder dem Keller liegen bleiben. Blumenzwiebeln lassen sich nämlich nicht gut lagern: je länger man das Auspflanzen hinauszögern, desto mehr leidet die Qualität darunter.

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Blumenzwiebeln richtig stecken
Bevor es unter die Erde geht, und wir die Zwiebeln im nächsten Frühjahr als prächtige Hyazinthen, Tulpen, Narzisse, oder Krokusse wiedersehen, geht es erstmal an die Standortsuche. Zum einen hängt es natürlich ganz davon ab, wo euch die Frühlingspracht am besten gefällt. Das kann im Blumenbeet, in einem Pflanzkübel (dazu hab ich hier eine Anleitung für euch)  oder aber auf dem Rasen sein. Wichtig ist, dass möglichst keine Staunässe entsteht, denn sonst drohen die Blumenzwiebel zu faulen. Sandige und durchlässige Böden sind dagegen ideal.

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Die Spitze der Blumenzwiebel muss beim Einpflanzen nach oben zeigen.

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Wer es gerne ordentlich mag platziert die Blumenzwiebeln in Reih und Glied, ich dagegen möchte eher einen natürlichen Look. Dazu nehme ich mir eine Handvoll Zwiebeln und werfe sie auf die Wiese. So wie sie dann fallen setzte ich sie anschließend ein.
Nun kommt der anstrengende Teil, denn wenn man nicht im lockeren Blumenbeet pflanzt, sondern auf der Wiese, dann muss der Spaten her. Bei 40 Zwiebeln oder mehr ist das ganz schön schweißtreibend kann ich euch sagen. Daher habe ich mir für diese Arbeit nun ein Spezialwerkzeug zulegen: Einen Blumenzwiebelpflanzer* (Affiliate Partner)

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So tief müssen die Zwiebeln in den Boden
Je nach Größe der Zwiebel richtet sich übrigens die Pflanztiefe. Grob kann man sagen, dass man die Blumenzwiebel doppelt so tief einsetzt, wie sie hoch ist. Keine Sorge, falls es mal nicht ganz so genau zu geht regelt das die Blumenzwiebel selbst. Mit ihren Zugwurzeln kann sie sich ganz alleine regulieren – erstaunlich oder?! Wer ein wenig Sand zur Hand hat kann eine dünne Schicht mit ins Pflanzloch geben – als Drainage. Nun die Zwiebel mit der Spitze nach oben in die Erde legen und wieder zudecken und gut andrücken. Wenn der Boden sehr trocken ist, dann noch angießen. Zwischen den Knollen sollten ungefähr 5-8 cm frei bleiben.

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