Garten winterfest machen

Den Garten in nur 8 Schritten winterfest machen

Nun heißt es Abschied nehmen vom Garten, der üppigen Ernte und dem Leben im Freien. Doch bevor wir die Gartentüre endgültig schließen wird ein letztes Mal in die Hände gespuckt, um den Garten winterfest zu machen!

1. Gartengeräte reinigen und pflegen

Unsere Gartengeräte leisten uns das ganze Jahr über treue Dienste – sie bohren sich in lehmigen Boden, helfen uns die Jungpflanzen einzusetzen oder zwischendurch die Erde aufzulockern.Garten winterfest machen Bevor sie sich in die Winterpause verabschieden sollte man sie von Schmutz befreien und mit einer Bürste und etwas Wasser reinigen. Ich habe schon seit vielen Jahren die Geräte von Gardena im Einsatz. Der große Vorteil des combisystems: die Aufsätze lassen sich schnell und unkompliziert austauschen und abnehmen.Garten winterfest machen Eigentlich braucht man nur ein oder zwei Stiele. In der Gartenhütte habe ich eine spezielle Geräteleiste, an der die unterschiedlichen Aufsätze nun blitzeblank den Winter verbringen.
Auch meine Gartenschere habe ich mit einem feuchten Lappen gereinigt und anschließend mit dem Pflegespray behandelt. Das schützt vor Rost und hält die Klinge lange scharf.

2. Frostempfindliche Pflanzen schützen

Im Garten gibt es nicht nur einjährige Gemüsepflanzen sondern auch Topfpflanzen wie Hortensien, Oleander oder frostempfindliche Kräuter wie Rosmarin und Zitronenverbenen. Diese brauchen einen Winterschutz, um unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu kommen. In besonders kalten Regionen empfiehlt es sich ein Winterlager im Keller oder kühlen Hausflur einzurichten.
Über die großen Kübelpflanzen stülpe ich ein Gartenvlies und binde es unten mit einer Schnur gut fest. Wichtig ist, dass du noch eine Stelle zum Gießen frei lässt. Hat der Wetterbericht besonders starken Frost angesagt lege ich zusätzlich noch ein paar ausrangierte Decken oder Bettlaken auf meine Pflanzen. Sicher ist sicher!
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3. Beete leeren und Gründüngung einsäen

Bei uns sind Gemüsepflanzen wie Tomaten, Paprika oder Chili nur einjährig, da sie die Kälte nicht vertragen. Daher werden sie nun aus den Beeten genommen und wandern auf den Komposthaufen. Doch nicht alles muss weichen: Blumen wie Cosmeen oder Ringelblumen dürfen stehen bleiben, denn die Samen sind ein Leckerbissen für die Vögel.

Die überwiegend kahlen Gemüsebeete sehen nicht sehr schön aus und auch für die Bodenqualität ist das leere Beet nicht förderlich. Daher wird nun Gründüngung ausgebracht! Gut geeignet sind hierfür Phacelia, Senf, Lupinen oder Klee. Die Vorteile einer Gründüngung:

  • Der Boden wird aufgelockert und durchlüftet.
  • Mineralstoffe werden von tieferen Bodenschichten in die oberen geholt.
  • Über den Winter bindet Gründüngung wertvolle Nährstoffe wie Nitrat, Kalium und Kalzium für die Aussaat im nächsten Jahr.
  • Die Pflanzenreste werden im Frühjahr in den Boden eingearbeitet und versorgen den Boden zusätzlich mit Nährstoffen.

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4. Laubhaufen anlegen

Wer einen gut gepflegten Rasen haben möchte der sollte das Laub besser entfernen. Aber bitte nicht mit dem Laubsauger oder Bläser anrücken. Im naturnahen Garten wird der Laubrechen gezückt und die Blätter wandern auf einen Haufen in dem sich Igel und andere kleine Tiere den Winter über zurückziehen dürfen. Lege noch ein paar Äste auf den Haufen, damit das Laub nicht weggeweht wird.

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5.Frühlingsblüher setzen

Zwar wintern wir den Garten gerade ein, doch das nächste Frühjahr steht schon in den Startlöchern! Damit es ab März wieder anfängt bunt zu blühen heißt es nun ran an die Blumenzwiebeln: Tulpen, Krokusse, Osterglocken oder Traubenhyazinthen kommen noch vor dem ersten Frost unter die Erde. Eine ausführliche Anleitung findest du hier.

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6. Wasser ablassen

Damit deine Wassertonnen keinen Schaden nehmen ist es an der Zeit das Wasser komplett abzulassen, die Tonne sauber zu schrubben und so aufzustellen, dass kein Regenwasser mehr von ihr aufgenommen werden kann. Auch der Gartenschlauch wird komplett entleert, aufgerollt und in die Gartenhütte gebracht. Gießkannen wandern dazu und falls du einen Wasserhahn hast wird auch der bis zum Frühjahr stillgelegt.Garten winterfest machen

7. Möbel abdecken oder wegräumen

Nun wo die Outdoormöbel für einige Monate nicht gebraucht werden, ist es besser sie nicht schonungslos dem Winterwetter auszusetzen. Damit sie möglichst lange gut erhalten bleiben und ihre Farbe nicht verlieren, das Holz  nicht verwittert oder gar Rost an den Stühlen entsteht kannst du deine Gartenmöbel abdecken oder ebenfalls ins Winterlager bringen.

Garten winterfest machen
Fotos by Laura Markert

8. Die Gartenlaube aufräumen

Im Frühjahr überschlagen sich die Gartenaufgaben und man ist froh, wenn man die Laube dann in einem gepflegten und ordentlichen Zustand vorfindet. Also einmal alles picobello aufräumen, die Lebensmittel mit nach Hause nehmen. Die Hütte putzen und einen letzten frischgebrühten Kaffee im Garten genießen, bevor sich die Türe für die kommenden Monate schließt.

Kategorien Allgemein GARTEN Gartentipps

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Das Garten Fräulein, Silvia Appel, lebt ihre Leidenschaft für Natur, Garten und Balkon seit über fünf Jahren auf ihrem gleichnamigen Blog. Die Kindheit auf dem Land und das Aufwachsen im elterlichen Nutzgarten hat Silvia stark geprägt. Mittlerweile bloggt sie hauptberuflich, hat mehrere Bücher veröffentlicht und betreibt einen Onlineshop.

2 Kommentare zu “Den Garten in nur 8 Schritten winterfest machen

  1. Avatar

    Hallo Sylvia, danke für den informstiven Artikel. Kann ich denn jetzt noch Gründüngung säen? Das wächst doch jetzt gar nicht mehr oder? Oder geht rs gsr nicht darum, dass die Pflanzen richtig wachsen?

    Liebe Grüße aus Bremen
    Aretta

    • Garten Fräulein

      Hallo liebe Aretta,

      es ist nun tatsächlich schon sehr spät für das Aussäen von Gründüngung. Aber probieren kannst du es natürlich und die Samen mit einem Gartenvlies abdecken. Gerade Phacelia wächst sehr schnell, jedoch erreichen die Pflanzen jetzt definitiv nicht mehr ihre volle Größe und damit Wirkung. Ansonsten würde ich dir empfehlen deine leeren Beete mit Laub oder Pflanzenreste (Flächenkompostierung) zu schützen.

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