Kommst du nur einmal die Woche in deinen Garten, möchtest du Wasser einsparen oder schlichtweg weniger Gießkannen schleppen? Dann aufgepasst, denn mit dem Mulchen deiner Beete wirst du schnell merken, dass du viel weniger Wasser benötigst. Auch Kübelpflanzen können gemulcht werden. Wie einfach das Mulchen funktioniert möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen.

mulchen mit stroh

Mulchen – was ist das?!

Wie du auf den Bildern erkennen kannst geht es darum, den Boden nicht offen zu lassen, sondern alles was nicht bepflanzt ist abzudecken. Dabei ist das Mulchen keine neumodische Erfindung sondern eine schlaue Idee der Natur. Blütenblätter, Früchte und tote Pflanzenteile purzeln auf den Boden, „Unkraut“ bevölkert freie Stellen im Beet und schwuppdiwupp ist alles zu und der Erdboden abgedeckt und damit geschützt. Zugegeben, so wie die Natur es von sich aus macht gefällt es uns Gärtnern meist nicht ganz so gut. Deshalb wird ab nun selbst gemulcht!

Die Vorteile des Mulchens liegen auf der Hand: 

  • Mulchen schützt den Gartenboden vor dem Austrocknen.
  • Du musst wesentlich weniger gießen. Gerade wenn man nur auf Regenwasser zurückgreifen kann ist das eine echte Erleichterung.
  • Außerdem sparst du dir einiges an Zeit und brauchst nicht so oft in deinen Garten. Gerade wenn du nur am Wochenende dein grünes Reich besuchen kannst ist das echt toll, denn deine Pflanzen wachsen trotzdem und vertrocknen nicht bis zum nächsten Besuch.
  • Durch den Einsatz von Mulchmaterialien wird der Gartenboden verbessert. Die winzig kleinen Bodenlebewesen freuen sich wahnsinnig über eine Mulchschicht! Die Erde bleibt dann länger feucht und das lieben die Mikroorganismen und Regenwürmer. Ist dein Gartenboden also eigentlich eher lehmig oder sehr sandig kannst du über das Mulchen eine Bodenverbesserung bewirken.
  • Dank des regelmäßigen Mulchens baut sich über die Jahre hinweg eine frische Humusschicht auf.
  • Unkrautjäten gehört nun der Vergangenheit an. Na gut, nicht ganz aber es kommt wirklich sehr viel weniger an ungeliebten Beikräutern durch.

mulchen mit stroh

Mit diesen Materialien lässt sich mulchen

Mein absoluter Liebling ist angetrockneter Grasschnitt, denn dieser fällt sowieso ständig in meinem Garten an. Den Grasschnitt muss man in der Saison ab und an wieder erneuern bzw. einfach wieder eine weitere Schicht aufbringen. Außerdem kann man auch wunderbar mit diesen Materialien mulchen:

  • Stroh: Macht sich sehr gut im Erdbeerbeet – so bleiben die Früchte auch schön sauber
  • Rindenmulch: Ist durch seinen eher sauren PH Wert gut für Hecken oder Sträucher geeignet z.B. rund um die Johannisbeeren oder Heidelbeeren
  • Heu
  • Pappkartons: Sieht nicht so schön aus und ist daher eher etwas um den Boden auch im Winter abzudecken
  • Kleingehäckselte Gartenabfälle
  • Mulchvlies oder Folie aus dem Gartencenter: Vor allem für Kübel- und Balkonpflanzen sehr praktisch
  • Grünpflanzen wie Brennnesseln oder Beinwell

mulchen mit stroh

So werden deine Beete gemulcht

Zuerst einmal ist es wichtig Klarschiff in den Beeten zu machen. Das bedeutet zu harken, Unkraut zu entfernen und vor allem zu düngen. Durch den Mulch bzw. den damit verbundenen Verrottungsprozess wird dem Boden Stickstoff entzogen. Diesen kannst du aber prima durch eine regelmäßige Gabe von Brennnesseljauche ausgleichen. Nun werden die Beete gegossen, dann bringst du eine circa 2 bis 3 cm dicke Mulchschicht auf, anschließend nochmal gießen.

Sind die ersten Pflanzen im Spätsommer komplett abgeerntet werden die übrigen Mulchreste in den Boden eingearbeitet und eine Gründüngung ausgesät. Außerdem kannst du dann im Winter (daran will ich aber jetzt echt nicht denken) eine letzte schützende Mulchschicht aus Laub oder Pappe aufbringen.

mulchen mit stroh

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